Sendeschluss – auch Kunst hat Dein Leben nicht gerettet

2013, Silbergelatine auf Barytpapier, Triptychon

Text

Schon 1932 wirbt eine Partei in Österreich mit folgendem Slogan:
„500.000 Arbeitslose – 400.000 Juden – Ausweg sehr einfach! Wählt nationalsozialistisch.“

Am 12. März 1938 marschieren deutsche Truppen – begeistert empfangen – in Österreich ein.
Am 13. März 1938 beschließt die österreichische Bundesregierung das „Gesetz über die Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich“. Österreich hört zu existieren auf.

Die Arbeit basiert auf Inhalten aus österreichischen Tageszeitungen vom 12. und 13. März 1938 und beschäftigt sich mit dem Unsagbaren und dem Unbegreiflichen, der sich aus dem Alltäglichen entwickelnden alles erfassenden Finsternis.

Details

Auflage 3 + 1 AP
ca. 315 x 120 cm
€ 12.000

Sendeschluss – auch Kunst hat Dein Leben nicht gerettet

„Sendeschluss – auch Kunst hat Dein Leben nicht gerettet“2013, Silbergelatine auf Barytpapier
Gesamtansicht

Werbung vom 12. 3. 1938 im Linzer Volksblatt: „Wir kaufen gerne bei Schwarz“

Linke Tafel: „Wir kaufen gerne bei Schwarz“Silbergelatine auf Barytpapier
75 x 100 cm

bs

Linke Tafel, Ausschnitt, u.a.: … Alois Schwarz, Arisches Herrenkleiderhaus, Wäsche und Sport, Landstraße 82 …

Bild einer Kakaotorte aus "Das kleine Frauenblatt", 13.3.1938

Mitteltafel: „Kakaotorte“Silbergelatine auf Barytpapier
160 x 120 cm

Werbung vom 13.3.1938 in "Wiener Bilder": Er hielt sein Hemd für weiß …

Rechte Tafel: „Er hielt sein Hemd für weiß …“Silbergelatine auf Barytpapier
58 x 100 cm

 Hängung von "Sendeschluss – auch Kunst hat Dein Leben nicht gerettet" in der KUNST HAUS WIEN. Kellergalerie,September 2013

Hängung von „Sendeschluss – auch Kunst hat Dein Leben nicht gerettet“ in der KUNST HAUS WIEN. Kellergalerie,September 2013

Linke Tafel: „Wir kaufen gerne bei Schwarz“

Quelle:
Linzer Volksblatt, Nr. 89, Seite 16,
12. 3. 1938

Mitteltafel:„Kakaotorte“

Quelle:
Das kleine Frauenblatt, Nr. 11, Seite 20,
13. 3. 1938

Rechte Tafel:„Er hielt sein Hemd für weiß …“

Quelle:
Wiener Bilder, Nr. 11, Seite 6,
13. 3. 1938